HUMMING NEIGHBOURHOOD

Die Stadt ist Lebensraum – nicht nur für den Menschen. Von vielen kaum wahrgenommen, leben wir in Nachbarschaft mit zahlreichen Pflanzen und Tieren.

Urbane Räume sind jedoch oftmals bebaut, die Böden versiegelt. Die anhaltende Verdichtung des Baubestands führt verstärkt dazu, dass der innerstädtische Raum für Pflanzen und Tiere schrumpft und somit die Schaffung von naturnahen Rückzugorten auf verbliebenen Freiflächen immer wichtiger wird.

Mit der Baumscheiben-Installation HUMMING NEIGHBOURHOOD im Rahmen des Projekts #GärtenDerStraße erweitert der Konzeptkünstler Markus Feiler den urbanen Raum und reflektiert die Bedeutung des Zusammenlebens von Menschen, Tieren (in diesem Falle Bienen und sonstige Insekten) und Pflanzen in der Stadt.

Die „Bebauung“ mit Bienen- bzw. Insektenhotels rekurriert spielerisch auf den städtischen Raum und verweist gleichsam auf die Schutzbedürftigkeit sowie Bedeutsamkeit von Bienen und Insekten im urbanen Ökosystem. Ergänzend pflanzt der Künstler unter anderem bienenfreundliche Blumen an, die lebenswichtigen Nektar für die „summende Nachbarschaft“ bieten.

Der Betrachter der Baumscheibe wird über eine Informationstafel eingeladen, für einen Moment innezuhalten und sich auf eine sinnliche Beobachtung der Baumscheibe einzulassen. Hierzu hat der Künstler einen Audio-Beitrag erstellt, der über eine Webadresse online abrufbar ist. Darüber hinaus soll das Projekt den Austausch und Gespräche innerhalb der Kiezcommunity fördern. Falls möglich, soll die Umsetzung und Bau gemeinsam mit Anwohnern erfolgen.

In Zeiten zunehmender Urbanisierung stellen sich verstärkt Fragen des Aushandelns städtischer Räume. Mit der Baumscheiben-Installation HUMMING NEIGHBOURHOOD macht der Konzeptkünstler Markus Feiler einen Vorschlag zur Re-Figuration urbaner Räume bei gleichzeitiger Förderung des städtischen Ökosystems.

© Markus Feiler | Home